Werkstätte für behinderte Menschen (WfbM)

 

Die Regens- Wagner- Werkstätten Hohenwart sind eine nach § 136 SGB IX anerkannte „Werkstätte für behinderte Menschen“. Wir bieten Menschen, die wegen Art oder Schwere der Behinderung nicht, noch nicht oder noch nicht wieder auf dem freien Arbeitsmarkt vermittelbar sind, einen Arbeitsplatz bzw. eine geeignete Tätigkeit an. Die Werkstätte ist somit eine Einrichtung zur beruflichen Rehabilitation und hat als Ziel die (Wieder-) Eingliederung in die berufliche Arbeitswelt.

WfbM Ansicht neu





Die Regens- Wagner- Werkstätten bestehen seit 1987. Nach einem Umzug in den Neubau 1996 in die Neuburger Straße im Klosterfeld und der Fertigstellung des Erweiterungsbaues im Sommer 2005 können 120 Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung angeboten werden.



Wir sind ein gemeinnütziger Betrieb.
Das hat entscheidende Vorteile für:
Unternehmen
Sie sparen Kosten, da sie vom Rechnungsbetrag 50% unserer Arbeitsleistung auf Ihre Ausgleichsabgabe anrechnen können (gemäß § 142 SGB IX)

Privatkunden
Auf unsere Leistungen und Produkte zahlen Sie den reduzierten Steuersatz von 7 Prozent.

 

Die Werkstatt gliedert sich in zwei Bereiche

Berufsbildungsbereich
Der Berufsbildungsbereich (BbiB) beginnt mit dem Eingangsverfahren, dessen Aufgabe es ist, festzustellen, ob die Werkstatt die geeignete Einrichtung zur Teilhabe am Arbeitsleben ist und welche Bereiche und Leistungen der Werkstatt in Betracht kommen. Das Verfahren wird generell durchgeführt und dauert meistens drei Monate.
Die berufsfördernde Maßnahme dauert in der Regel zwei Jahre. In dieser Zeit gibt es Gelegenheit, verschiedene Bereiche der WfbM kennen zu lernen sowie lebenspraktische und arbeitsbezogene Fähigkeiten und Fertigkeiten zu erwerben. Gegen Ende des Berufsbildungsbereiches erfolgt dann ein vertiefendes Training in dem Arbeitsfeld, das den Neigungen und Fähigkeiten des behinderten Mitarbeiters entspricht. In dieser Zeit erhalten die Beschäftigten ein Ausbildungsentgelt von der Agentur für Arbeit.

Arbeitsbereich
Wer den Berufsbildungsbereich erfolgreich absolvieren konnte oder diesen bereits in einer anderen Werkstätte abgeschlossen hat, wird in den Arbeitsbereich aufgenommen. Auch Menschen, die einen Förderlehrgang bei der Arbeitsagentur abgeschlossen haben, werden im Arbeitsbereich integriert. Im Arbeitsbereich erhalten die Beschäftigten ein leistungsbezogenes Entgelt.

 

Wer sind unsere Beschäftigten?
Menschen mit den unterschiedlichsten Formen einer Behinderung, insbesondere einer Hörschädigung. 


Welche Arbeitsplätze werden angeboten?
Die Arbeitsbereiche in den Regens-Wagner-Werkstätten sind folgendermaßen gegliedert: Wir bieten für 120 Menschen Beschäftigung im Montage-, Verpackungs- und Metallbearbeitungsbereich, in der Näherei, Wäscherei und weiter in Dienstleistungsgruppen Großküche, Garten, Landwirtschaft, Hauswirtschaft sowie Fahnen- und Paramentenstickerei.


Arbeitsbedingungen?
sind so normal wie möglich, bieten unseren Beschäftigten jedoch soviel Schutz und Hilfen wie nötig. Arbeitsrahmenbedingungen, Sozialleistungen, Urlaub – gilt für unsere Beschäftigten wie für jeden anderen Arbeitnehmer auch. Unser Werkstattrat (Vertretung der Beschäftigten) hat ein Mitspracherecht in wichtigen Angelegenheiten.


Wie erfolgt die Aufnahme in die WfbM?
Die Aufnahme in eine WfbM erfolgt in der Regel über die Arbeitsagentur des Heimatortes. Für die WfbM-Hohenwart sind die Reha-Berater der Arbeitsagentur Ingolstadt zuständig.
Wir freuen uns über eine Kontaktnahme des Interessenten im Vorfeld und bieten gerne die Möglichkeit, in einem Gespräch weitere Fragen zu stellen bzw. über ein Praktikum erst einmal in die Arbeitswelt hinein zu schnuppern. Siehe „Kontakt“.

Wer übernimmt die Kosten?
Für den Berufsbildungsbereich ist dies in der Regel die Agentur für Arbeit, für den Arbeitsbereich meist der Bezirk Oberbayern als überörtlicher Sozialhilfeträger.
In wenigen Fällen werden die Kosten auch durch einen Unfallversicherungsträger oder den Rentenversicherungsträger übernommen. Für die Werkstattkosten müssen nach den gesetzlichen Vorschriften weder der Betroffene selbst noch seine Angehörigen ihr Einkommen oder Vermögen einsetzen und zwar unabhängig von Einkommensgrenzen.
Für diejenigen, die nicht selbstständig den Weg zur Werkstätte bewältigen können, bieten wir einen Fahrdienst an. Unsere Beschäftigten sind alle  kranken- und rentenversichert

 

Arbeitsgebiete

WfbM Beschäftigter





Montage- und Verpackungsbereich

Montieren, Verschrauben, Abwiegen,
Abfüllen, Konfektionieren, Verpacken, usw.

Metallbereich 
Drehen, Bohren, Gewindeschneiden, 
Stanzen,
Schneiden und Pressen


Näherei

Fertigung von Berufs- und Damenbekleidung. Geschenkartikel wie Puppenkleider oder Kirschkernsäckchen. Aufsticken von Namen oder Firmenlogos auf die Ware durch professionelle Stickmaschinen Arbeiten, wie zuschneiden, nähen, säumen, umdrehen und versäubern

Wäscherei 
Neben der kompletten Wäschepflege für unser regionales Zentrum 
werden auch Aufträge aus der freien Wirtschaft übernommen.
Waschen, trocknen, mangeln, bügeln sind hier die Arbeitsfelder.

Hauswirtschaft
Die WfbM-Hauswirtschaftsgruppe sorgt dafür, dass das Gebäude
innen und außen gepflegt bleibt. In der Verteilerküche wird das
Mittagessen, das in der Großküche der Einrichtung gekocht wurde, ausgegeben.


Dienstleistungsgruppe Garten/ Technischer Dienst
Die Hauptaufgaben sind die Pflege der Außenanlagen und
Tätigkeiten im Garten und Obstgarten der Einrichtung.


Dienstleistungsgruppe Landwirtschaft
Feld- und Stallarbeit, Pflege der Maschinen,
Gebäude/Außenanlagen,
Tierpflege

Dienstleistung in der Großküche
Mithilfe bei der Essenszubereitung für ca. 400 Personen am Tag.

Paramenten- und Fahnenstickerei, Weißnäherei
In alter Tradition werden kunstvolle Messgewänder und Fahnen
neu gefertigt oder restauriert.


Ergänzende Angebote
Bei Bedarf Hilfestellung durch sozialpädagogische und
psychologische Fachdienste oder ärztliche bzw. psychiatrische Behandlung
Möglichkeit zur Teilnahme am gesellschaftlichen Leben, an Ausflügen,
sportlichen Wettbewerben, Kreativangeboten, Koch- und Backstunden, religiöse Angebote
Angebot von sportlichen Aktivitäten (Walking, Laufen, Fußball, Fitness)



"Hohenwarter Werkstattladen"

Werkstattladen

Im Werkstattladen werden zum einen die Eigenproduktion der Näherei aber auch Produkte aus anderen Werkstätten für behinderte Menschen zum Verkauf angeboten: Geschenkartikel, Holzspielwaren, Kleinmöbel, Korbwaren, Kunstgewerbe, Deko-Artikel sowie nützliche und schöne Gegenstände für Haus und Garten.

Öffnungszeiten:           
Montag – Donnerstag:                                   
08.00 – 12.00 Uhr  
13.00 – 15.30 Uhr
Freitag:
08.00 – 12.00 Uhr



Wichtiger Hinweis für unsere Kunden
Da Sie Ihren Auftrag an eine nach §142 SGB IX anerkannte WfbM vergeben und damit Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung sichern helfen, werden Ihnen vom Gesetzgeber einige wesentliche Vorteile eingeräumt:
Arbeitgeber können 50% der Arbeitsleistung (Gesamtrechnungsbetrag abzüglich Materialkosten) auf die Ausgleichsabgabe anrechnen. (§140 SGB IX)
Wenn Sie einen Auftrag an uns vergeben, berechnen wir Ihnen nur die geminderte Mehrwertsteuer von 7 Prozent.
Sie haben die Gewissheit, dass Ihr Auftrag in hoher Qualität, termingerecht und zuverlässig bearbeitet wird. Gerne beantworten wir Ihnen weitere Fragen zu diesem Thema

Weber

Kontakt
Allgemeine Anfragen zu Arbeitsaufträgen, freie Stellen, Zivildienst in den Werkstätten:
Werkstättenleiter Georg Weber, Dipl.-Betriebswirt (FH)
Tel.: 0 8443 85 - 2300
Telefax: 0 84 43 85 - 2302
georg.weber@regens-wagner.de


Aufnahmeanfragen:
Sozialdienst Wolfgang E. Ott, Dipl. Soz.Päd.
Tel.: 08443 85 - 2326
Fax: 08443 85 - 2302
wolgang.e.ott@regens-wagner.de


Ihr Weg zu uns
Im Ort Hohenwart folgen Sie den Hinweisschildern mit dem „Regens-Wagner-Logo“ bzw. dem Weg in Richtung Neuburg..
Die Werkstätten befinden sich am Rande des Ortsteiles Klosterberg vor dem großen Waldstück.

 
Lageplan